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Förderverein ermöglicht Neuanschaffung

Das Team um Chefarzt Dr. Volker Dreimann kann im Mariannen-Hospital Werl neuerdings auf eine fortschrittliche Technologie in der plastischen und ästhetischen Chirurgie zurückgreifen: Eine mobile Medizin-Technik, die Heliumplasma und Hochfrequenzenergie abgibt, kann zum Schneiden und Schrumpfen (Koagulation) von Bindegewebe eingesetzt werden. Möglich gemacht hat die Neuanschaffung der Krankenhaus-Förderverein Werl, der den Mietkauf des Spezialgerätes übernommen hat.

Gewebereduktion mit Kanüle statt Skalpell
Das kleine medizinische Handgerät erinnert ein wenig an ein Stabfeuerzeug, und es erzeugt ebenfalls Hitze an der Spitze. Sie entsteht durch Heliumplasma und Hochfrequenzenergie. Die Austrittsöffnung des Medizingerätes ist jedoch wesentlich kleiner als bei einem Feuerzeug. Nur wenige Millimeter Durchmesser hat die Kanüle, die unter die Haut eingeführt wird. Zur Behandlung sind nur kleine Einstichstellen notwendig, wo sonst mit einem Skalpell großflächig geschnitten werden müsste. „Die Mini-Einstichstellen sind medizinisch gesehen ein Vorteil, da weniger Gewebe als bei einer offenen Operation verletzt wird und damit allgemein das Infektionsrisiko sinkt und die Chance auf eine schnelle Genesung geben ist“, sagt der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Dr. Volker Dreimann, der im Marienkrankenhaus Soest, im Mariannen-Hospital Werl und in einer Privatpraxis in Bad Waldliesborn tätig ist.

Neue Möglichkeiten im Rahmen der Lipödembehandlung
Eingesetzt werden kann das Gerät überall dort im Körper, wo sich Bindegewebe befindet. Im Mariannen-Hospital Werl wird es Patientinnen und Patienten mit Lipödem zur Verfügung stehen; allerdings ist es keine Leistung, die von den Krankenkassen übernommen wird. Das Lipödem ist eine anerkannte Erkrankung. Es handelt sich hierbei um eine chronische Fettverteilungsstörung, die hauptsächlich die Beine, seltener auch die Arme betrifft. Häufig entscheiden sich die Betroffen für eine Fettabsaugung (Liposuktion). Nach einer Fettabsaugung gab es bisher nur zwei Szenarien: Entweder zog sich das Gewebe von selbst zusammen oder eine chirurgische Gewebestraffung war notwendig. Jetzt besteht eine dritte Möglichkeit: Statt zum Skalpell zu greifen, kann (nach ärztlicher Beurteilung der individuellen Ausgangslage) das Gerät mit Heliumplasma und Hochfrequenzenergie eingesetzt werden. „Für mich als Chirurg schließt sich damit eine Behandlungslücke“, freut sich Dr. Volker Dreimann, dass er seinen Patientinnen und Patienten im Mariannen-Hospital nun diese schonende Alternative anbieten kann.

Wird das Verfahren mit Heliumplasmaenergie direkt im Anschluss an eine Fettabsaugung (Liposuktion) angewendet, können sogar die gleichen Einstichstellen wie bei der Fettabsaugung genutzt werden.

Dank an Krankenhaus-Förderverein Werl
Das Gerätemodell, wie es im Mariannen-Hospital verwendet wird*, gibt es deutschlandweit nur an 40 Standorten. Das Besondere am Standort Werl ist, dass der Eingriff unter den hohen Sicherheitsstandards eines Krankenhauses erfolgt, was Hygiene, OP-Ausstattung, ärztliche und pflegerische Betreuung, Organisation und das gesamte Setting betrifft. „Wir sind dem Krankenhaus-Förderverein dankbar, dass er ermöglicht hat, dass diese fortschrittliche Medizintechnik im Mariannen-Hospital nun zur Verfügung steht“, sagt der kaufmännische Direktor Tobias Franke.

Das Gerät kann auch ohne vorherige Fettabsaugung angewendet werden, wenn der Anteil der Fettzellen nicht zu hoch ist; denn die Fettzellen absorbieren sonst zu viel von der erzeugten Hochfrequenzenergie, sodass das Verfahren im Bindegewebe weniger effektiv in der Abtragung des Gewebes ist. Ein wenig Geduld ist nach dem Eingriff gefragt: Das vollumfängliche Ergebnis der Behandlung zeigt sich im Laufe eines Jahres.

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