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Öffnungszeiten:

Mo, Di, Do 19 bis 21 Uhr
Mi, Fr 15 bis 21 Uhr
Sa, So und an Feiertagen 9 bis 21 Uhr

Ethik und Leitbild

Menschlich, würdevoll und wohlwollend

In den Einrichtungen unseres Katholischen Hospitalverbundes Hellweg gehen wir würdevoll mit allen uns anvertrauten Menschen - Patienten, Bewohnern, Gästen, Angehörigen und Mitarbeitenden - um. Aus unserer christlichen Haltung heraus hat die umfassende Betreuung von Schwerstkranken, Sterbenden und deren Angehörigen eine besondere Bedeutung für uns. Wir achten auf einen respektvollen und kollegialen Umgang miteinander und begegnen uns wohlwollend. Wir respektieren die Individualität jedes Einzelnen unabhängig von Herkunft, sozialem Status sowie der Religion und üben Toleranz.

In unserem Leitbild haben wir unser Selbstverständnis festgehalten.

Ethik im Krankenhaus

„Jedes Krankenhaus oder Pflegeheim kann sichtbares Zeichen und Ort zur Förderung der Kultur, der Begegnung und des Friedens sein, wo die Erfahrung von Krankheit und Leid wie auch die professionelle und caritative Hilfe dazu beitragen, jede Ausgrenzung und jede Spaltung zu überwinden.“ Papst Franziskus

Der medizinische Fortschritt bringt den Patienten immer neue Heilungschancen, Schmerzlinderung, sanftere Operationsverfahren und verträglichere Medikamente. Selbstverständlich fördern wir als christliches Krankenhaus den medizinischen Fortschritt und die gute Ausbildung in Medizin und Pflege. Aber wir verschließen auch nicht die Augen vor der moralischen Einsicht, dass dem Handeln in Medizin und Pflege Grenzen gesetzt sein können. Nicht nur am Beginn und am Ende des Lebens entstehen ethische Fragen, die teilweise komplexe Entscheidungen erfordern. Aus diesem Grund hat die ethische Arbeit in den Einrichtungen unseres Hospitalverbundes einen besonderen Stellenwert.

Patientenvorsorge

Der erklärte Wille eines Menschen, der als Patient in ein Krankenhaus oder als Bewohner in eine Pflegeeinrichtung kommt, ist immer die Grundlage für ärztliches und pflegerisches Handeln. Dieser Wille ist gesetzlich im Jahr 2009 im „Patientenverfügungsgesetz“ (siehe Anhang) bekräftigt worden. Durch das dort aufgeführte Instrumentarium (Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht / Betreuungsverfügung) kann die Situation bei Einwilligungsunfähigkeit oder am Ende des Lebens individuell vom Patienten bzw. Bewohner gestaltet werden.

Das Ethikkomitee

Schon seit 2004 wird die ethische Arbeit im Katholischen Hospitalverbund durch das Ethikkomitee koordiniert. Im Ethikkomitee sind Ärztinnen und Ärzte, Pflegende, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Mitarbeitende aus der Verwaltung und weitere Berufsgruppe aus allen Einrichtungen des Hospitalverbundes vertreten. Das Ethikkomitee organisiert Veranstaltungen zu ethischen Themen und ethische Fort- und Weiterbildungsangebote für die Mitarbeiter. Darüber hinaus berät es die Geschäftsführung in Fragen, die mit ethischen Themen in Berührung stehen. Beispiele dafür sind der Umgang mit Sterbenden, die Betreuung von Patienten mit Demenz oder die christliche Unternehmenskultur. In der Regel finden im Jahr zwei Arbeitstreffen statt. Die Beratungen im Ethikkomitee unterliegen der Schweigepflicht. Die einzelnen Aufgaben werden das Jahr über in Projekt-Gruppen bearbeitet.

Die Ethikgruppe

Das Ethikkomitee im Hospitalverbund gliedert sich in einzelne Ethikgruppen in den Einrichtungen. Die Ethikgruppen sind jeweils interdisziplinär besetzt und treffen sich regelmäßig um die ethischen Fragen und Herausforderungen des Berufsalltages zu besprechen. In der Ethikgruppe werden auch ethische Fallbesprechungen koordiniert und gemeinsam in einer Nachbereitung reflektiert. Zudem besuchen die Mitglieder der Ethikgruppe regelmäßig die einzelnen Stationen und Bereiche des Krankenhauses.

Die ethische Fallbesprechung

Unterschiedliche Überzeugungen und Wertevorstellungen von einem „guten Leben" innerhalb des therapeutischen Teams oder eines Patienten können die Entscheidungsfindung am Krankenbett erschweren.

Ein Austausch und mögliche Konsensfindung über ethische Fragen sind in unseren Einrichtungen wesentlicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses als christliches Krankenhaus. Eine ethische Fallbesprechung (strukturiertes Gespräch im multiprofessionellen Team) hat eine beratende, empfehlende und klärende Funktion. Sie ersetzt jedoch nicht die medizinische Verantwortung der behandelnden Ärzte.

Jede Berufsgruppe im Krankenhaus (z.B. aus Medizin und Pflege) kann eine ethische Fallbesprechung beantragen, aber auch jeder Patient, Angehörige oder Betreuer.

Ethik-Support

Auf Anfrage stehen die Ethikberatung und die Mitglieder der Ethikgruppe der Einrichtungen im Hospitalverbund auch für Teamberatungen (z.B. Station/Wohnbereich/ Berufsgruppe) zur Verfügung. So kann zum Beispiel im Rahmen eines Teamgesprächs über eine häufig vorkommende ethische Fragestellung aus dem Arbeitsalltag gesprochen werden.
Ebenfalls können die Mitarbeiter bei Unsicherheiten auf einen Patienten/Bewohner hin um eine Einzelberatung anfragen.

Patientenvorsorge - unsere Broschüre für Sie

Wir haben eine umfassende Patientenvorsorge-Broschüre für alle Interessierten erstellt. Darin enthalten sind:

- Vorsorgevollmacht
- Betreuungsverfügung
- Patientenverfügung

Die Broschüre und weitere Informationen erhalten Sie bei unserem Ethikberater Daniel Robbert. Sie erreichen ihn unter d.robbert@hospitalverbund.de

 

Koordination der ethischen Arbeit im Hospitalverbund

Berater für Ethik im Gesundheitswesen

Dipl.-Theol. Daniel Robbert

0 23 03 / 100 - 26 24