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Fachklinik im CKU | MITTE

Innere Klinik II / Kardiologie

Nephrologie / Dialyse

In der Nephrologie werden Patientinnen und Patienten mit einer Einschränkung der Nierenfunktion sowie mit akuten und chronischen Nierenerkrankungen behandelt. Dabei ist unser Ziel, die Nierenfunktion bestmöglich zu stabilisieren. Welche Art der Therapie der Arzt beim Patienten anwendet, hängt einerseits von den Ursachen der Nierenerkrankung ab und andererseits vom Ausmaß der Schädigung des Nierengewebes. Ziel ist eine Nierenersatztherapie (Dialyse) möglichst lang hinauszuzögern oder zu umgehen.

Nierenerkrankungen sind häufig Folge einer Vorerkrankung. So können die Nieren durch einen langjährig erhöhten Blutdruck oder Diabetes Mellitus in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb werden neben dem Nierenleiden die ursächlichen Vorerkrankungen (wie Bluthochdruck oder stark erhöhte Blutfettwerte) mit behandelt.


Dialyse

Wenn die Leistungsfähigkeit der Nieren schleichend oder akut sich verschlechtert, ist die Dialyse vorübergehend oder auch dauerhaft das Mittel der Wahl, diese organischen Verluste und Defizite aufzufangen und die Entgiftung und Entwässerung des Körpers sicherzustellen.

Bei einem chronischen Nierenversagen versucht man erst mittels medikamentöser Einstellung, Diät und angepasster Lebensweise die Dialyse hinauszuzögern. Erst wenn diese Maßnahmen nicht mehr greifen, ist die Dialyse angezeigt.

Im Christlichen Klinikum Mitte wählen wir ganz individuell und gemeinsam mit dem Patienten die für ihn geeignete Dialyseart und/oder Dialyseverfahren, um eine bestmögliche Effektivität der Dialyse zu gewährleisten und um für den Patienten möglichst wenig Beeinträchtigungen mit sich zu bringen. Wir versorgen Patientinnen und Patienten sowohl in unserer teilstationären Dialyse-Einrichtung als auch in der stationären Dialyse-Einheit. An beiden Orten werden insgesamt pro Jahr rund 11.000 Dialysen durchgeführt.

Wir bieten:

  • Body Composition Monitor zur Bestimmung des Ernährungszustandes und Wasserhaushaltes
  • Hemocontrol und Blutvolumenmonitoring: Ein spezielles in die Dialysemaschine integriertes Gerät erkennt durch kontinuierliche Blutvolumenmessung einen kritischen Hydrationszustand des Patienten schon vor Auftreten von Komplikationen und steuert automatisch gegen. Dadurch kommt es zu weniger unangenehmen Begleiterscheinungen während der Dialyse.
  • Als eine der wenigen Dialyseeinrichtungen in der Region verfügen wir über ein Shuntflussmessgerät, welches uns eine optimale Beurteilung des Shuntes ermöglicht. Komplikationen können frühzeitig erkannt und behoben werden.

Behandlungsmöglichkeiten

Teilstationäre Dialyse

Bei einem dauerhaften (terminalen) Nierenversagen steht den Patienten bei uns eine teilstationäre Dialysestation im Nebengebäude mit 18 Plätzen zur Verfügung. Wir planen mit den Patienten die Dialysetage Montag, Mittwoch und Freitag, oder Dienstag, Donnerstag und Samstag und die für ihn bestmögliche Zeit in der Frühschicht oder Spätschicht. Das Anschließen an die Dialysemaschinen erfolgt üblicherweise morgens zwischen 6.45 Uhr und 8.00 Uhr oder mittags zwischen 12.00 und 13.15 Uhr. Ebenso planen wir mit den Patienten oder Angehörigen den Transport von zuhause oder einer Pflegeeinrichtung mit dem Taxi oder einem Krankentransport zur Dialyse. Auch um die Formalitäten mit den Krankenkassen kümmern wir uns.

Stationäre Dialyse

Für alle Patienten, also auch für die Patienten, die sonst in einem anderen Dialysezentrum behandelt werden, übernehmen wir die Dialysen in enger Absprache mit dem Heimatnephrologen während eines stationären Aufenthaltes, egal ob es sich um die Hämodialyse über Shunt oder Katheter oder um die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) handelt.

Dazu steht den Patienten eine eigene Dialyseeinheit im Hauptgebäude angegliedert an die Station 5B mit vier Dialyseplätzen zur Verfügung.


Dialyseverfahren

Hämodialyse

Bei der Hämodialyse wird das Blut durch ein spezielles Gerät außerhalb des Körpers entgiftet. Diese Dialyse ist somit eine künstliche Blutwäsche. Harnpflichtige Substanzen und überschüssiges Wasser werden normalerweise im Harn ausgeschieden. Bei der Dialyse werden diese durch eine Membran herausgefiltert und entfernt. Für eine bessere Verträglichkeit gleichen wir während der Dialyse den Säure-Basenhaushalt durch die Zuführung von Bicarbonat aus. In der Regel wird der Patient dreimal pro Woche dialysiert. Die Behandlung dauert vier bis fünf Stunden.

Hemocontrol / Blutvolumenmonitoring

Wir setzen während der Hämodialyse ein in die Dialysemaschine integriertes System ein, das permanent das Blutvolumen misst und das überschüssige Wasser entfernt. Dieses System erkennt einen kritischen Hydrationszustand des Patienten schon bevor Komplikationen auftreten und steuert automatisch dagegen. Dadurch kommt es seltener zu unangenehmen Begleiterscheinungen während der Dialyse. Auch nach der Behandlung fühlen sich viele Patienten besser als bei einer herkömmlichen Dialyse. Gegenüber der Standard-Dialyse kann dieses Verfahren vielen Patienten eine verbesserte Lebensqualität bieten.

SN-Dialyse

(Single-Needle Dialyse; Einzelnadel-Dialyse oder bei einlumigen Vorhofkathetern)

Hämofiltration

Bei der Hämofiltration wird Blutwasser über eine Membran abgepresst und anschließend Elektrolytlösung zurückgeführt.

Peritonealdialyse

Bei der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) wird über einen Katheter Dialyselösung in den Bauchraum eingebracht, dort eine gewisse Zeit belassen und dann, angereichert mit zu dialysierenden Stoffen und überschüssigem Wasser, wieder abgelassen. Dabei nutzt man das Bauchfell als Dialysemembran. Entweder führt man diese Wechsel drei bis fünfmal täglich selbst per Handwechsel durch oder nutzt dazu ein Gerät, den sogenannten Cycler. Für beide Methoden sind wir ebenfalls jederzeit ansprechbar.

Die Bauchfellkatheter können bei uns in der Abteilung für Chirurgie implantiert werden. Die Nachsorge und ersten Schritte mit dem Bauchfellkatheter übernimmt das Team der Dialyseabteilung.

Kooperationen

Zusammenarbeit mit niedergelassenen Nephrologen und Dialysezentren.

Weitere Leistungen

  • Im Rahmen der Intensivmedizin versorgen wir Patienten mit sämtlichen Blutreinigungsverfahren. Für Patienten mit dauerhaftem Versagen der Nierentätigkeit (terminale Niereninsuffizienz) und akutem Nierenversagen steht ein erfahrenes Team mit 24-stündiger Anwesenheit – oder Rufbereitschaft an 7 Tagen in der Woche und modernste Dialysetechnik zur Verfügung.
  • Behandlung von infektiösen Patienten
    Sowohl in der teilstationären, als auch in der stationären Dialyseeinheit haben wir die Möglichkeit, Dialysepatienten mit infektiösen Erkrankungen zu isolieren und zu behandeln, wie z.B.: Hepatitis B, Hepatitis C und/oder HIV – Patienten (eigene Dialysemaschinen) oder Patienten mit multiresistenten Erregern wie MRSA, 3 MRGN oder 4MRGN, VRE oder Clostridien
  • Anlage Vorhofkatheter (Demerskatheter)
    Der Vorhofkatheter ist ein Übergangskatheter (getunnelter Katheter) für Patienten, die andialysiert werden. Er wird bei uns in örtlicher Betäubung und nicht – wie häufig üblich – im OP mit Narkose implantiert. Dieses Verfahren erfolgt in unserem Katheterlabor und die korrekte Lage wird mit Kontrastmittel kontrolliert. Dabei werden auch der zentrale Venendruck und die Druckwerte im rechten Herzen gemessen. Nach einer Nacht stationären Aufenthaltes kann bei problemloser Anlage schon am nächsten Tag die Entlassung stattfinden. Der Vorhofkatheter ist eine gut verträgliche Überbrückung, bis ein Shunt angelegt wird, weil die Infektionsrate minimiert wird. Er kann parallel verbleiben, bis der Shunt einwandfrei funktioniert. Der leitende Oberarzt der Dialyseabteilung, Dr. Andreas Schleser, hat die Technik, den Katheter einzuführen, speziell weiterentwickelt. Er hat sich Wissen und Hilfsmittel aus der Kardiologie adaptiert, um den Katheter präzise zu platzieren. Voraussetzung für das von Dr. Andreas Schleser gewählte Verfahren ist ein interdisziplinäres medizinisches Know-how sowie die Nutzungsmöglichkeit eines Linksherzkathetermessplatzes. Die spezielle Methode sorgt dafür, dass - im Gegensatz zu anderen Methoden - kein Risiko einer Luftembolie besteht. Die Implantation des Katheters wird durch Kontrastmittel und bildgebende Verfahren im Linksherzkathetermessplatz überwacht.
  • Anlagen von Dialysekathetern (Vorhofkatheter) oder Kontrolle/Korrekturen dieser bei Durchgängigkeitsproblemen. Kontrollen können meist ambulant stattfinden, die problemlose Anlage oder das Wechseln eines Vorhofkatheters bringt in der Regel eine Nacht stationären Aufenthaltes mit sich.
  • Bildgebende Shuntuntersuchungen und Interventionen bei Problemen mit dem Shunt ( Engstellen, drohende Verschlüsse) . Problemlose Aufdehnungen und Kontrollen des Shuntes können ambulant mit einer kurzen zweistündigen Zwischendialyse erfolgen, ist ein Shunt komplett verschlossen oder der Eingriff größer, kann sich ein maximal 2-5 tägiger stationärer Aufenthalt ergeben.

Diagnostische Verfahren

Um Nierenerkrankungen abzuklären, stehen im Christlichen Klinikum Unna Mitte sämtliche modernen Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählen:

  • Bildgebende Verfahren zur Kontrolle von Shunt u. Nierenarterien wie Sonographie (Ultraschall), Duplex-Sonografie (Doppler-Ultraschall), Gefäß-Kathetermessplatz, Röntgen
  • Intravenöses Urogramm (in Kooperation mit den Urologen)
  • Computertomogramm
  • Kernspintomographie
  • Nierenpunktion / Nierenbiopsie (Gewebeentnahme aus der Niere)
  • Patienten, bei denen die Niere nicht mehr richtig arbeitet, haben häufig zu viel Wasser im Körper. Um das Maß der Überwässerung im Körper festzustellen, wenden wir den Body Composition Monitor (BCM) an. Mit Hilfe dieses Gerätes können alle relevanten Werte innerhalb weniger Minuten analysiert werden, auch um eine eventuell nachfolgende Dialyse hinsichtlich des Wassermanagements und Ernährungszustands entsprechend anzupassen. Dieses Gerät macht die Dialyse noch präziser und sicherer. Die Untersuchung dauert nur wenige Minuten. Der BCM liefert alle maßgeblichen Werte, um den Wasserhaushalt, die Dialysedosis und den Ernährungsstatus genau bestimmen zu können.
  • Shuntflussmessgerät: Wir verfügen als eine der wenigen Dialyseeinrichtungen in der Region über ein Shuntflussmessgerät. Dadurch können wir Shunts (künstliche Verbindung zwischen Arterie und Vene) auf ihre Funktionalität hin überprüfen. Störungen können so frühzeitig erkannt und behoben werden.

Hohe Hygienestandards

In enger Absprache mit unserer Hygienefachkraft und beratenden Hygienefachärztin halten wir in der Dialyseabteilung besonders hohe Hygienestandards ein. Uns ist es ein besonderes Anliegen, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Unser Pflegepersonal setzt unsere umfangreichen Hygienevorkehrungen, die wir uns selbst auferlegt haben, konsequent um. Das hat in den vergangenen Jahren zu einer erfreulich niedrigen Infektionsrate der bei uns dialysierten Patienten geführt.

PD Dr. Georg Nölker

Chefarzt

Kontaktinformationen

Ärztliche Leitung

Dr. Andreas Schleser

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie
Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie

Pflegerische Leitung

Frank Neidert

Fachkrankenpfleger für Nephrologie

0 23 03 / 100 - 22 34

0 23 03 / 100 - 38 36

Arztassistenz

Britta Esche

0 23 03 / 100- 38 40

Kontakt Dialyse

Veronika Krafczyk
T:
0 23 03 / 100 - 38 30
F: 0 23 03 / 100 - 38 31

Öffnungszeiten des Sekretariats
Mo, Di, Do 8 - 17 Uhr
Mi 8 - 13 Uhr
Fr 8 - 15 Uhr

Sprechzeiten
nach telefonischer Vereinbarung

So finden Sie uns

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Obere Husemannstraße 2

59423 Unna